Herbstmesse 2019 und unnötige Glaubenssätze

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Hier in Basel ist gerade Herbstmesse . Das ist eine Art Jahrmarkt, zweiwöchig und über mehrere Standorte verteilt. Toll gemacht und sicher sehr amüsant, wenn man denn so etwas mag. Als Teenie fand ich es immer cool, wenn denn mal der Rummel zu uns in den Ort kam. Endlich war etwas los. Inzwischen schrecken mich die vielen Menschen, das Gedränge, die Lichter, die Gerüche und der Lärm einfach nur noch ab. So lässt sich vielleicht nachvollziehen, dass meine Freude auf einen Herbstmessenbesuch nicht wirklich gross war. Dass das ein Fehler, und ich nur wieder einmal Opfer meiner Gedanken bzw. Glaubenssätze war, sollte sich bald herausstellen.

Nun gut, meine Kinder wollten hin, wir hatten ein paar Tickets gewonnen 😊, und ich ergriff die Gunst der Stunde um mich ein wenig mit dem Fotoapparat auszutoben.

Ich weiss nicht, ob es daran lag, dass ich mich aufs Foto machen konzentrierte, aber plötzlich störte mich all das, was mich sonst stört, nicht mehr. Sicher nahm mein Unterbewusstsein auch so mehr als genug wahr. Aber dadurch, dass ich nun Spass an der ganzen Sachen hatte, verschwand mein Unmut schnell. Eigentlich war es gar nicht zu laut, zu voll und zu viel und ein klein wenig ärgerte es mich, dass ich erst jetzt zu dieser Erkenntnis kam.

Dieses Erlebnis zeigte mir, dass ich noch direkter hinschauen muss, wenn mir einmal wieder etwas negatives durch den Kopf schwirrt. Was ist da los? Steckt da ein Glaubenssatz hinter? Nicht immer ist es nämlich das Bauchgefühl, dass sich da meldet, um mich vor irgend etwas zu warnen. Ich könnte mich jetzt hinsetzten und grübeln und versuchen den Glaubenssatz zu bearbeiten. Aber manchmal hilft es mir auch, einfach mal kurz den Kopf abzuschalten, mir selber in den Hintern zu treten, ins Tun zu kommen, und zu schauen, was passiert. Dann kann es nämlich sein, dass meine negativen Gedanken verpuffen und ich hinterher sogar noch klarer sehe, ob und was da noch geändert werden muss.

Kennt ihr das auch? Wie geht ihr mit Glaubenssätzen um?

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

 

Ein paar Impressionen von der Herbstmesse:

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Wenn ich überreizt bin…

Wenn ich überreizt bin, habe ich es eigentlich schon viel früher gemerkt, dass es so weit kommen wird. Ich habe die Anzeichen nur entweder übergangen, weil es nicht anders ging, oder weil ich dachte, es wird schon gutgehen (was meistens nicht der Fall ist). Wenn die Reize überhand nehmen, werde ich dünnhäutig. Ich bin dann weniger belastbar, werde unruhiger, fahriger, kann mich nicht mehr auf eine Sache konzentrieren, weil alles miteinander verschwimmt. Sinneseindrücke wie Geräusche, Gerüche und Berührungen nehme ich noch schneller und intensiver wahr. Die Nerven werden feiner, man könnte auch sagen, ich bin dann schneller genervt als sonst.

Wenn ich jetzt nicht die Notbremse ziehe und irgendwo für mich alleine in absoluter Ruhe neue Kraft tanke, kann es passieren, dass ich explodiere wie ein Vulkan. Ich bin eigentlich ein ruhiger und ausgeglichener Mensch. Auch wenn ich in die Überreizung komme, merkt man mir das nicht an. Um so unerwarteter ist es für die Menschen in meiner Umgebung, wenn ich plötzlich laut werde oder erst einmal alles aufgestaute loswerden muss (und das kann eine Menge sein, das noch dazu teils schon lange zurückliegt.) Da bringt es auch nichts, wenn ich versuche mich zusammenzureissen. Im Gegenteil: das führt zu einer noch verstärkteren Anspannung und führt schlimmstenfalls dazu, dass ich wütend auf mich selber werde, weil ich es nicht schaffe, ruhig zu bleiben. Später bin ich dann wütend auf mich, weil ich es überhaupt erst so weit habe kommen lassen.

In der Ruhe liegt die Kraft 💫 -Konfuzius-

Zum Glück kommt das nur noch recht selten vor. Inzwischen habe ich gelernt, genau auf mich zu schauen. Denn ich merke inzwischen sehr wohl, wenn ich auf dem Weg bin mich zu überreizen. Mein Körper sendet mir erste Anzeichen wie z. B. eine starke Lärmempfindlichkeit oder Unkonzentriertheit, später auch ein starkes Ruhebedürfnis oder Müdigkeit. Aber auch schon bevor etwas ansteht prüfe ich, wie es mir geht und wie belastbar ich bin und damit auch sein werde. Steht etwas „Grosses an“, verordne ich mir davor und danach Ruhe.

Ruhe ist bei mir die Zauberformel. Wie sieht es bei dir aus? Was überreizt dich? Wie macht sich das bemerkbar? Und was hilft dir dabei, der Überreizung Herr zu werden? Ich bin gespannt..

Sonnige Grüsse

Jana ☀️