Vertrete deine Meinung, und/oder stehe zu deiner Entscheidung, denn nur du selber kannst dich glücklich machen.

Wofür auch immer du dich entscheidest, sorge dafür, dass es dich glücklich macht. -Unbekannt-  

Ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Früher habe ich immer gedacht, dass ich, um gemocht zu werden, die Erwartungen anderer zu erfüllen habe. Nur, wenn der andere glücklich ist, kann auch ich glücklich sein. Bloß nicht widersprechen. Durch Unterhaltungen mit anderen Hochsensiblen weiß ich, dass das ein ziemlich typisches Problem ist. Viele Hochsensible denken, dass, wenn sie ihre Meinung vertreten, der andere einen nicht mehr mag. Dabei ist das ein ziemlicher Trugschluss. Denn zum einen ist selten die andere Person so sehr enttäuscht, dass sie total verletzt ist oder sogar geht, und wenn doch, dann ist es wahrscheinlich eine Person, die uns eh nicht gut tut, und die wir daher gehen lassen sollten. Wir sollten immer schauen, dass wir uns selber treu bleiben. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir keine Kompromisse mehr eingehen sollen. Einfach nur, dass wir uns für das entscheiden sollten, was sich richtig für uns anfühlt und dass wir mit dem, wofür wir uns entschieden haben, glücklich sind, bzw. werden.

Ich gebe zu, es ist ein ziemlich großes Vorhaben und das kann man sicher nicht von Heute auf Morgen umstellen. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es lohnt sich, eigene Entscheidungen zu treffen und ganz und gar allein für sein Glück verantwortlich zu sein. Meine Angst, mich unbeliebt zu machen, stellte sich als überflüssig heraus. Und ich habe festgestellt, dass andere Menschen mich noch genau so gern haben oder mich sogar noch mehr schätzten als vorher. Für mich einzustehen hat mich selbstbewusst gemacht. Diesen Selbstwert zeigen wir nach außen. Und das führt dazu, dass uns auch andere Menschen mindestens genau so wertschätzen.

Probiere es doch einfach einmal aus 😉

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

Ausmisten

Hochsensibilität zeichnet sich vor Allem durch Überreizung aus. Nehmen hochsensible Personen (HSP) über die Sinne zu viel wahr, werden diese Eindrücke nur wenig gefiltert, gelangen alle ins Gehirn und wollen dort bearbeitet werden. So sind HSP wortwörtlich schnell überreizt. Auch in einem Zuhause, wo viele Reize in Form von Farben, Materialien und Dinge auf uns HSP einwirken, haben unsere Augen und unser Kopf allerhand zu tun. So kann es sein, dass man sich nicht wohl, irgendwie erdrückt und innerlich aufgewühlt fühlt.

Bis vor wenigen Jahren ging es mir auch noch so. Ich hatte viele Sachen, viel Deko und viele Dinge, die rumlagen, weil sie keinen festen Platz hatten. Ich hatte den Drang das zu ändern und wollte unbedingt Ordnung schaffen.

Bis anhin hatte ich schon ein paar Bücher zum Thema Ausmisten gelesen. Sie waren recht nett, aber wirklich geholfen und motiviert haben sie nicht.

Als ich von der KonMarie-Methode hörte war ich nicht arg angetan. Ein weiterer Ratgeber auf dem Markt zum Thema Ordnung schaffen. Es verstrichen Monate, da berichtete mir meine Mutter total begeistert von der KonMarie-Kleiderfaltmethode. Nun war mein Interesse geweckt. Ich recherchierte im Internet und kaufte mir sogleich 2 Bücher zum Thema. Ich war so motiviert, dass ich nicht abwarten konnte mit dem Ausmisten und schon anfing, bevor ich das erste Buch fertig gelesen hatte. Diesmal hielt ich durch und das hat sich total bezahlt gemacht. Mein Zuhause ist noch lange nicht perfekt und immer wieder finden sich Sachen, die weg können oder noch einen festen Platz brauchen, aber ich bin schon sehr zufrieden mit dem Ergebnis. Und vor allem: Nach fast zwei Jahren bin ich noch immer motiviert weiterzumachen. Ich fühle mich immer freier und mein Kopf hat Platz für andere Dinge.

Heute habe ich etwas in Angriff genommen, was ich schon länger vor mir herschiebe: Fotos. Und zwar die digitalen auf Handy und PC. Ich bin gespannt, wann ich damit fertig bin und ob ich mich auch hier nach Beendigung regelrecht erleichtert fühle.

Habt ihr auch schon einmal Ausgemistet? Mit welcher Methode? Und was habt ihr mit den ausgemisteten Sachen gemacht? Über Tips dazu würde ich mich sehr freuen.

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

Wenn ich überreizt bin…

Wenn ich überreizt bin, habe ich es eigentlich schon viel früher gemerkt, dass es so weit kommen wird. Ich habe die Anzeichen nur entweder übergangen, weil es nicht anders ging, oder weil ich dachte, es wird schon gutgehen (was meistens nicht der Fall ist). Wenn die Reize überhand nehmen, werde ich dünnhäutig. Ich bin dann weniger belastbar, werde unruhiger, fahriger, kann mich nicht mehr auf eine Sache konzentrieren, weil alles miteinander verschwimmt. Sinneseindrücke wie Geräusche, Gerüche und Berührungen nehme ich noch schneller und intensiver wahr. Die Nerven werden feiner, man könnte auch sagen, ich bin dann schneller genervt als sonst.

Wenn ich jetzt nicht die Notbremse ziehe und irgendwo für mich alleine in absoluter Ruhe neue Kraft tanke, kann es passieren, dass ich explodiere wie ein Vulkan. Ich bin eigentlich ein ruhiger und ausgeglichener Mensch. Auch wenn ich in die Überreizung komme, merkt man mir das nicht an. Um so unerwarteter ist es für die Menschen in meiner Umgebung, wenn ich plötzlich laut werde oder erst einmal alles aufgestaute loswerden muss (und das kann eine Menge sein, das noch dazu teils schon lange zurückliegt.) Da bringt es auch nichts, wenn ich versuche mich zusammenzureissen. Im Gegenteil: das führt zu einer noch verstärkteren Anspannung und führt schlimmstenfalls dazu, dass ich wütend auf mich selber werde, weil ich es nicht schaffe, ruhig zu bleiben. Später bin ich dann wütend auf mich, weil ich es überhaupt erst so weit habe kommen lassen.

In der Ruhe liegt die Kraft 💫 -Konfuzius-

Zum Glück kommt das nur noch recht selten vor. Inzwischen habe ich gelernt, genau auf mich zu schauen. Denn ich merke inzwischen sehr wohl, wenn ich auf dem Weg bin mich zu überreizen. Mein Körper sendet mir erste Anzeichen wie z. B. eine starke Lärmempfindlichkeit oder Unkonzentriertheit, später auch ein starkes Ruhebedürfnis oder Müdigkeit. Aber auch schon bevor etwas ansteht prüfe ich, wie es mir geht und wie belastbar ich bin und damit auch sein werde. Steht etwas „Grosses an“, verordne ich mir davor und danach Ruhe.

Ruhe ist bei mir die Zauberformel. Wie sieht es bei dir aus? Was überreizt dich? Wie macht sich das bemerkbar? Und was hilft dir dabei, der Überreizung Herr zu werden? Ich bin gespannt..

Sonnige Grüsse

Jana ☀️