Dankbarkeit

Nicht die Glücklichen sind dankbar.
Es sind die Dankbaren, die glücklich sind. -Francis Bacon –

Sich bewusst Dinge in den Sinn zu rufen, für die man dankbar ist, soll uns bewusst machen, dass wir gar nicht so unglücklich sind, wie wir manchmal denken. Ausserdem lernen wir Dinge/Personen und Situationen mehr wertzuschätzen. Letzten Endes lehrt es uns auch Dinge über uns. Wir sollten öfter genauer hinzuschauen: Müssen wir etwas ändern, loslassen, weitermachen? Dazu bietet es sich an, täglich ein paar Dinge aufzuschreiben, für die man dankbar ist. Wenn man dann noch versucht jeden Tag etwas anderes aufzuschreiben, ist der Effekt gerade noch viel größer.

Auch kann man darauf achten, viel öfter einmal danke zu sagen. „Danke für deine Hilfe.“ „Danke, dass du mir zuhörst.“ „Danke, dass es dich gibt.“

Wie hältst du es? Führst du eine Art Dankbarkeitstagebuch? Welche Erfahrungen hast du gemacht?

Ich bin heute dankbar dafür, dass ich ein Dach über dem Kopf habe, genügend Nahrung, eine tolle Familie, und somit unbesorgt und friedvoll die Vorweihnachtszeit genießen kann.

Ich wünsche dir einen schönen 4. Advent. 

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

Loslassen

Loslassen ist in aller Munde. Man soll seine Vergangenheit loslassen. Man soll Personen loslassen, die einem nicht gut tun. Man soll Dinge, die zu viel sind, loslassen. Loslassen scheint gerade ein richtiger Trend zu sein. Und sicher ist es nicht so einfach, wie es sich oft anhört. Wenn du etwas loswerden möchtest, dann schau genau hin: Warum möchtest du es loswerden? Was hat dich bisher daran gehindert? Möchtest wirklich DU loslassen oder sagt es dir jemand anderes? Bist du jetzt gerade bereit zum Loslassen (vielleicht steckst du gerade noch in der Trauerphase oder in einer anderen schwierigen Lebenssituation, hast Prüfungen etc.. Solange diese Begründungen nicht zu Ausreden werden, verschiebe es auf einen festen späteren Zeitpunkt.). Brauchst du Hilfe (von Freunden, Experten, oder schaffst du es allein?

„Was wir loslassen kann uns nicht mehr festhalten“ -Ernst Ferstl-

Erwarte nicht zu viel auf einmal von dir! Loslassen ist ein Prozess, der oft längere Zeit andauert. Nimm dir diese Zeit und freue dich über jeden kleinen Schritt, den du geschafft hast. Irgendwann wirst du zurückschauen und sehen, dass da nichts mehr ist, was dich hält. Trau dich!

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

Körperwahrnehmung

Vieles, das wir tun, läuft routiniert ab. Atmen, Laufen, Fahrrad fahren. Alles ohne genau hinzuschauen, wie wir es machen. Es funktioniert einfach. Kommen Verspannungen oder Schmerzen hinzu, nehmen wir sie vielleicht wahr, richten unsere Aufmerksamkeit aber nicht wirklich dort hin. Warum schmerzt es? Wo kommt der Schmerz ursprünglich her? Wir können den Schmerz vielleicht mit Medikamenten oder Anderem betäuben, aber den Ursprung behandeln wir nicht. 

Noch viel weniger Aufmerksamkeit schenken wir unseren Gefühlen. Dabei können körperliche Symptome oft in der Psyche ihren Ursprung haben. 

Es ist sehr wichtig, dass wir unserem Körper mehr Achtsamkeit schenken und lernen, ihn besser wahrzunehmen. Eine bessere Körperwahrnehmung wird dazu führen, dass wir uns besser kennen, besser spüren, achtsamer und bewusster mit uns umgehen, und dies auch nach Aussen hin zeigen, sei es durch eine bessere Körperhaltung, mehr Selbstbewusstsein oder auch Erkennen und Aufzeigen unserer Grenzen. 

„Kümmere dich um deinen Körper, es ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.“ -Jim Rohn-

Dies braucht Übung und Zeit. Aber auch schon mit kleinen Schritten kann man viel erreichen. Zuerst übt man via aktiven Körperübungen, wie z. B. Dehnübungen, seinen Körper bewusst zu spüren. Wie fühlt sich die Übung an? Spüre ich Verspannungen? Hierbei kann man auch bereits versuchen, in die einzelnen Körperteile hineinzuspüren. Der nächste Schritt sind Entspannungs- oder Atemübungen, bei denen man sich auf seinen Körper konzentriert. Hierzu eignet sich z. B. gut die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training. Meditations- und Atementspannung z. B. bewirken hingegen, dass wir zur Ruhe kommen und nicht nachdenken. Sie können aber ebenfalls zu einer besseren und bewussteren Körperwahrnehmung führen.

Während der Übungen können verschiedenste Gefühle aufkommen. Unterdrücke sie nicht. Nehme sie wahr und nehme sie für diesen Moment an. Nehme DICH an, so wie du bist. 

Sind die Gefühle und Gedanken zu stark, können sie in anderen Bereichen wieder aufgegriffen und besprochen werden.   

Nebenbei kann man, wenn man möchte, auch anfangen zu versuchen, seine Gefühle wahrzunehmen und zu beobachten. Wo sitzen die Gefühle. Wo gehen sie hin? Lassen sie sich sogar lenken? Genau so kann man auch mit Gedanken verfahren. Man kann sie beobachten, zuende denken oder auch weiterziehen lassen.

Körperwahrnehmung ist sehr weit greifend. Ich finde es sehr spannend und probiere mich hier immer wieder gerne aus. Machst du Körperübungen? Wenn ja, welche?

Gerne möchte ich dir noch eine kleine Übung aus der Alexandertechnik vorstellen:

Falte deine Hände. Welcher Daumen liegt oben? Öffne die Haltung und falte die Hände erneut, aber dieses Mal so, dass der andere Daumen oben liegt. Wie fühlt sich das für dich an?

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

Der erste Eindruck zählt. Wirklich?

Nicht immer ist der erste Eindruck, den wir von etwas oder von jemandem haben, auch der Richtige. Allzu oft hat man vorschnelle Gedanken, sieht etwas, wo nichts ist oder drückt jemandem einen Stempel auf ohne überhaupt genau hingeschaut zu haben. Manchmal hat man es nicht einmal selber gesehen, sondern nur von anderen gehört. Und trotzdem übernimmt man schnell die Meinung der anderen. Aber eigentlich sollten wir doch immer ganz genau hinschauen bevor wir uns ein (falsches) Urteil bilden. Manchmal lohnt sich sogar ein zweiter Blick. Oder ein besseres Kennenlernen. Erst dann sollten wir anfangen uns eine Meinung zu bilden und zwar unsere eigene.

Das Foto entstand am Wochenende im Museum. Ich habe zuerst den bösen Wolf gesehen, der den Reiher reissen möchte. Dann habe ich aber gesehen, dass sich der Wolf nur spiegelt und ich mich geirrt habe. Hätte ich mich sofort abgewandt und nicht genauer hingeschaut, hätte ich, vielleicht für immer, ein total falsches Bild in meinem Kopf.

Ich habe schon oft festgestellt, dass der erste Eindruck nicht immer der Richtige ist und erst recht nicht immer zählt. Deswegen habe ich mir angewöhnt, mir nie vorschnell ein Urteil zu bilden. Und manchmal geschieht es eben doch, wie hier im Museum.

Wie denkst du darüber? Kannst du dich immer auf den ersten Eindruck verlassen?

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

Vertrete deine Meinung, und/oder stehe zu deiner Entscheidung, denn nur du selber kannst dich glücklich machen.

Wofür auch immer du dich entscheidest, sorge dafür, dass es dich glücklich macht. -Unbekannt-  

Ich bin ein sehr harmoniebedürftiger Mensch. Früher habe ich immer gedacht, dass ich, um gemocht zu werden, die Erwartungen anderer zu erfüllen habe. Nur, wenn der andere glücklich ist, kann auch ich glücklich sein. Bloß nicht widersprechen. Durch Unterhaltungen mit anderen Hochsensiblen weiß ich, dass das ein ziemlich typisches Problem ist. Viele Hochsensible denken, dass, wenn sie ihre Meinung vertreten, der andere einen nicht mehr mag. Dabei ist das ein ziemlicher Trugschluss. Denn zum einen ist selten die andere Person so sehr enttäuscht, dass sie total verletzt ist oder sogar geht, und wenn doch, dann ist es wahrscheinlich eine Person, die uns eh nicht gut tut, und die wir daher gehen lassen sollten. Wir sollten immer schauen, dass wir uns selber treu bleiben. Das soll jetzt nicht heißen, dass wir keine Kompromisse mehr eingehen sollen. Einfach nur, dass wir uns für das entscheiden sollten, was sich richtig für uns anfühlt und dass wir mit dem, wofür wir uns entschieden haben, glücklich sind, bzw. werden.

Ich gebe zu, es ist ein ziemlich großes Vorhaben und das kann man sicher nicht von Heute auf Morgen umstellen. Aber aus eigener Erfahrung kann ich sagen, es lohnt sich, eigene Entscheidungen zu treffen und ganz und gar allein für sein Glück verantwortlich zu sein. Meine Angst, mich unbeliebt zu machen, stellte sich als überflüssig heraus. Und ich habe festgestellt, dass andere Menschen mich noch genau so gern haben oder mich sogar noch mehr schätzten als vorher. Für mich einzustehen hat mich selbstbewusst gemacht. Diesen Selbstwert zeigen wir nach außen. Und das führt dazu, dass uns auch andere Menschen mindestens genau so wertschätzen.

Probiere es doch einfach einmal aus 😉

Sonnige Grüsse

Jana ☀️