Körperwahrnehmung

Dieser Text ist für einen Adventskalender entstanden, bzw. war er letztendlich zu lang und ich musste eine Kurzversion für den Kalender schreiben. Da ich es zu schade fand ihn in den Papierkorb zu verschieben, dachte ich, ich poste es einfach hier. Deswegen ist er etwas fachlicher als sonst 😉

Vieles, das wir tun, läuft routiniert ab. Atmen, Laufen, Fahrrad fahren. Alles ohne genau hinzuschauen, wie wir es machen. Es funktioniert einfach. Kommen Verspannungen oder Schmerzen hinzu, nehmen wir sie vielleicht wahr, richten unsere Aufmerksamkeit aber nicht wirklich dort hin. Warum schmerzt es? Wo kommt der Schmerz ursprünglich her? Wir können den Schmerz vielleicht mit Medikamenten oder Anderem betäuben, aber den Ursprung behandeln wir nicht. 

Noch viel weniger Aufmerksamkeit schenken wir unseren Gefühlen. Dabei können körperliche Symptome oft in der Psyche ihren Ursprung haben. 

Es ist sehr wichtig, dass wir unserem Körper mehr Achtsamkeit schenken und lernen, ihn besser wahrzunehmen. Eine bessere Körperwahrnehmung wird dazu führen, dass wir uns besser kennen, besser spüren, achtsamer und bewusster mit uns umgehen, und dies auch nach Aussen hin zeigen, sei es durch eine bessere Körperhaltung, mehr Selbstbewusstsein oder auch Erkennen und Aufzeigen unserer Grenzen. 

„Kümmere dich um deinen Körper, es ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.“ -Jim Rohn-

Dies braucht Übung und Zeit. Aber auch schon mit kleinen Schritten kann man viel erreichen. Zuerst übt man via aktiven Körperübungen, wie z. B. Dehnübungen, seinen Körper bewusst zu spüren. Wie fühlt sich die Übung an? Spüre ich Verspannungen? Hierbei kann man auch bereits versuchen, in die einzelnen Körperteile hineinzuspüren. Der nächste Schritt sind Entspannungs- oder Atemübungen, bei denen man sich auf seinen Körper konzentriert. Hierzu eignet sich z. B. gut die Progressive Muskelentspannung oder Autogenes Training. Meditations- und Atementspannung z. B. bewirken hingegen, dass wir zur Ruhe kommen und nicht nachdenken. Sie können aber ebenfalls zu einer besseren und bewussteren Körperwahrnehmung führen. 

Während der Übungen können verschiedenste Gefühle aufkommen. Unterdrücke sie nicht. Nehme sie wahr und nehme sie für diesen Moment an. Nehme DICH an, so wie du bist. 

Sind die Gefühle und Gedanken zu stark, können sie in anderen Bereichen wieder aufgegriffen und besprochen werden.   

Nebenbei kann man, wenn man möchte, auch anfangen zu versuchen, seine Gefühle wahrzunehmen und zu beobachten. Wo sitzen die Gefühle. Wo gehen sie hin? Lassen sie sich sogar lenken? Genau so kann man auch mit Gedanken verfahren. Man kann sie beobachten, zuende denken oder auch weiterziehen lassen.

Körperwahrnehmung ist sehr weit greifend. Ich finde es sehr spannend und probiere mich hier immer wieder gerne aus. Machst du Körperübungen? Wenn ja, welche?

Gerne möchte ich dir noch eine kleine Übung aus der Alexandertechnik vorstellen:

Falte deine Hände. Welcher Daumen liegt oben? Öffne die Haltung und falte die Hände erneut, aber dieses Mal so, dass der andere Daumen oben liegt. Wie fühlt sich das für dich an?

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

3 Gedanken zu „Körperwahrnehmung“

  1. Danke für deine Gedanken und übung,ich hätte da mal auch eine frage.Mir gin es lange gut und besser,aber in moment schwangt es wieder.Es brauche leute nur was zu sagen,und bin einfach zu sensibel.Und heul rum.Ich finde es anstrenge,genau wie das ich offt zitter.Und Körper schmärzen habe.Bist du auch in der art betroffen?

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    1. Liebe Adriana
      Vielen Dank.
      Seit wann geht es dir wieder schlechter? Und was meinst du mit schwanken?
      Hochsensible Menschen reagieren stark auf äussere Reize, wie z. B. Stress, Lärm, Hektik oder manchmal auch die lange Dunkelheit gerade. Bekanntlich in der Weihnachtszeit setzen wir uns dem oft und viel aus. Man wird dann sensibler und auch gereizter. Könnte es daran liegen? Wird es besser, wenn du dich dem ein wenig entziehst bzw. bewusster damit umgehst?
      Ich selber habe auch körperliche Beschwerden, würde aber das nicht allein der Hochsensibilität zuschreiben. Hast du es schon ärztlich abklären lassen? Schmerzen können ein Ausdruck der Psyche sein, aber auch organische Ursachen haben. Besser auf Nummer sicher gehen und das checken lassen.
      Ich hoffe, ich konnte dir ein wenig weiterhelfen.
      Sonnige Grüsse
      Jana ☀️

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      1. Hey ich war schon immer sensibel,aber ja das habe ich getan.Und Gott sei dank,auch eine terapeutin.Zum Glück sorgt Gott für ein.Mir geht es heut viel besser,weis auch warum es mir so schlecht ging.So ungefähr,es lang daran das meine Seele über vordert war.Und ich weis das ich auf sie hat geben mus.Dein schreiben ist echt schön.🙂💓

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