Meine persönliche Sensibilität Teil 2

In meinem Beitrag Meine persönliche Sensibilität habe ich bereits darüber geschrieben, welche meiner Sinne am sensibelsten sind, und in Wenn ich überreizt bin habe ich über meine Übererregbarkeit berichtet. Hochsensibilität (HS) kann man aber auch gut erkennen, weil hochsensible Personen meist sehr emotional reagieren, und weil sie Informationen oft viel stärker aufnehmen und gründlicher verarbeiten als Nicht-Hochsensible. Und darüber möchte ich heute gerne schreiben.

Schon immer haben mich Ereignisse, egal ob gut oder schlecht, in ihren Bann gezogen. Ich fühle mich dann wie gelähmt, kann nur noch darauf achten. Wenn ich etwas Schönes sehe, freue ich mich sehr darüber und mein Herz erblüht. Wenn ich aufgeregt bin oder Angst habe, dann so sehr, dass alles um mich herum verschwimmt und mein Kopf vernebelt. Ich habe auch regelrechte Prüfungsangst. Wenn ich zufrieden bin, dann bin ich so glücklich, dass ich die ganze Zeit grinse, alle Menschen anlächle und manchmal sogar unbewusst vor mir hersumme. Und wenn ich mich erfreue, z. B. wenn ich jemanden etwas schönes Singen höre, kommen mir schnell die Tränen. Tja, und wenn ich wütend bin, dann bin ich halt auch so richtig wütend. Ich bin schnell überwältigt von meinen Emotionen. Und von den Emotionen, die ich spüre, von anderen Menschen, die schwer von meinen zu unterscheiden sind. Und auch, wenn ich manchmal versuche sie nach Aussen hin zu verstecken, z. B. weil ich keine Lust auf Fragen habe, in mir drin lebt diese Emotion lange weiter und will verarbeitet werden.

Auch Informationen und Erlebnisse wollen verarbeitet werden. Aber nicht nach dem Motto „OK. Lief nicht so toll. Aber egal. Ich vergesse es einfach.“, sondern viel intensiver. Alles muss genau durchgekaut werden. „Warum war das so?“ „Warum hat die andere Person so reagiert?“ „Kann ich etwas ändern daran und wie?“ „Was kann ich das nächste Mal anders machen?“ Hochsensible denken meistens auch mehr nach, bevor sie etwas sagen oder tun. Sie können regelrechte Grübler sein. Sollen sie es tun, oder nicht? Man kramt im Kopf nach ähnlichen Ereignissen in der Vergangenheit, vergleicht und wägt ab. Das Gedankenkarussell kommt in Gang und bis alles zu Ende gedacht ist, ist die Chance etwas zu sagen oder zu machen dann oft schon vorbei. Ich denke aber, dass man gerade an diesem Punkt arbeiten kann. Man kann versuchen, etwas lockerer zu sein und spontaner. Und die Gedanken ins Positive lenken; nicht so viel zweifeln. Bei mir klappt es mal mehr und mal weniger gut. Es braucht viel Übung. Woran man auch arbeiten sollte ist seine Intuition. Aber nicht, indem man übt, sie zu übergehen und weniger darauf zu achten, sondern, indem man es unbedingt weiter ausbaut, und lernt, seinem Bauchgefühl zu vertrauen. Das Bauchgefühl sorgt oft erst recht dafür, dass wir über etwas nachdenken. Aber dann sollten wir genau hinschauen. Irgendetwas stimmt nicht. Habe ich ein schlechtes Gefühl, lasse ich es einfach, inzwischen auch, ohne lange darüber nachzudenken. Das ist wahrscheinlich die Kunst an dem Ganzen. Manchmal aber ist Grübeln und Nachdenken auch toll. Man kommt auf ganz neue Ideen und beleuchtet etwas von allen Seiten. Manchmal ist Kopfkino doch einfach das beste Kino, oder? 😉

Ich wünsche euch allen ein wunderschönes Wochenende.

Sonnige Grüsse

Jana ☀️

 

 

 

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