Als mir ein Licht aufging

Ich weiß noch genau, wie es war, als ich feststellte, dass ich hochsensibel bin. Ich saß auf der Couch und blätterte eine Zeitschrift durch. Ich bin da sehr gewissenhaft; lese jede Überschrift und auch den Artikel, wenn er mich anspricht. Zum Glück, muss ich sagen, sonst hätte ich den Artikel über hochsensible Kinder nie gelesen, denn der Artikel war eher kurz, knackig und unscheinbar. Und doch hielt ich mich lange daran auf. Ich sog jedes Wort auf. Es kam mir alles so bekannt vor. Zu diesem Zeitpunkt waren meine Kinder noch sehr klein. Aber zumindest auf ein Kind passte die Beschreibung so sehr, als wäre mein Kind dort beschrieben worden. Ich war fasziniert, gerührt, beeindruckt,.. So legte ich die Zeitschrift beiseite und forschte im Internet weiter. Es dauerte nicht lange, bis ich auf die Beschreibung von hochsensiblen Erwachsenen stieß. Wow. Ich war sprachlos. Wie das passte. Sicher nicht alles. Aber sooo viel. Ich habe lange gedacht, ich muss mich ändern; ich muss wie die anderen sein, ich muss mich mehr anpassen. Aber nein! Ich bin wie ich bin, und das ist gut so!

Dieser prägende Moment ist jetzt gut 7 Jahre her. Es war ein steiniger Weg und viel Arbeit um da hinzugelangen, wo ich jetzt bin. Aber es hat sich gelohnt. Ich bin glücklich, so, wie es jetzt ist. Ich habe gelernt, zu mir und meinen Bedürfnissen zu stehen, vor allem zu meinem Bedürfnis nach Ruhe. Ich habe gelernt, dass es selten nötig ist, sich anzupassen. Und ich habe gelernt, mit den Dingen umzugehen, oder auch loszulassen, die mir nicht gut tun. Es läuft nicht immer alles perfekt; muss es ja aber auch nicht. Sonst wäre das Leben doch auch ganz schön langweilig, oder? 😉

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