Du musst es nicht immer anderen Menschen recht machen – Andere Menschen dir aber auch nicht!

Vor ein paar Tagen habe ich darüber geschrieben, dass man damit aufhören sollte es anderen Menschen immer recht machen zu wollen, weil es 1. eh nicht möglich ist und 2. du dich selbst, deine Bedürfnisse und deine Wünsche am wichtigsten nehmen solltest (ohne zu übertreiben natürlich).

Genau so wichtig aber ist es aber auch, nicht von anderen zu erwarten, dass sie dich glücklich machen. Mach dich nicht abhängig von anderen Personen, ihren Worten, ihren Taten. Lerne, dir selber die Liebe und Aufmerksamkeit zu geben, die du dir von anderen Personen wünschst.

Es hört sich recht einfach an. Aus Erfahrung kann ich aber sagen, dass es ein langer Prozess ist, bis es so läuft, wie man es sich vorstellt. Es wird immer wieder Höhen geben, wo man denkt „Hey, so geht das. War ja easy. Mir gehts so gut damit.“, und Tiefen, wo man z.B. feststellt, dass andere es nicht so toll finden, wie man sich neuerdings benimmt. Sie fühlen sich jetzt vielleicht ungeliebt, weil man auch einmal nein sagt, oder weil man nicht mehr um Aufmerksamkeit und Liebe bettelt. Mir persönlich hat dabei oft der Gedanke geholfen, dass ich an mir gearbeitet habe, andere aber diesen Schritt (noch) nicht gemacht haben. So konnte ich die Reaktionen besser verstehen, vielleicht sogar auf den anderen zugehen und einen eventuellen Weg/Kompromiss finden, mit dem alle happy sind.

Wie aber meistert man dies am besten? (Anmerkung: Dies sind Ratschläge, wie ich es geschafft habe, aus dem Kreis der Erwartungen auszubrechen. Falls bei dir etwas anderes gut funktioniert, oder du der Meinung bist, dass es Unsinn ist, sich davon zu lösen, ist das völlig ok. Jeder hat seinen eigenen Weg und seine eigene Vorstellung vom Leben.)

  • Zuerst einmal: Nimm dir so viel Zeit, wie du brauchst (bei mir hat es mehrere Jahre gedauert) und lass dich von Rückschlägen nicht entmutigen. Manchmal z.B. würde es die andere Person zu sehr verletzten, wenn wir plötzlich keinem Treffen mehr zustimmen. Manchmal geht es auch nicht anders, z.B. auf Arbeit. Es ist ok, wenn wir auch einmal anderen zuliebe etwas machen (ausser in uns sträubt sich zu viel dagegen. Dann sollten wir ehrlich sein und es dem anderen so sagen.). Manchmal fallen wir auch einfach nur zurück in alte Gewohnheiten. Kein Ding. Kann passieren. Weiter gehts. Übung macht den Meister 😉
  • Gehe nicht mit dem Kopf durch die Wand. Wäge ab. Höre in dich hinein. Warum willst du das jetzt so und nicht anders? Gäbe es einen anderen Weg oder einen Kompromiss, der für alle stimmig ist? Vielleicht liegt es auch an der Person und nicht an der Sache? Dann lass ggf. diese Person ziehen. Ihre Art zieht dich nur herunter. Du musst nicht ab jetzt zu allem NEIN sagen und dich auch nicht vollständig davon frei machen, Erwartungen an andere zu haben. Finde DEINEN Weg!
  • Schaue, was genau es ist, warum du es anderen Menschen immer recht machen möchtest. Hast du Angst, ausgelacht zu werden? Hast du Angst, nicht mehr gemocht und ausgeschlossen zu werden? Hast du Angst, anderen weh zu tun?
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    Niemand ausser dir kann dich glücklich oder unglücklich machen. -Martin Opitz-
  • Überlege, was genau es ist, schreibe es dir vielleicht sogar auf und sieh genau hin: Wird das überhaupt so geschehen? Oder geht deine Fantasie (normal bei Angst) ein wenig mit dir durch? Was könntest du tun, damit sich die Angst legt? Z.B. dem anderen erklären, dass es nicht an ihm persönlich liegt, dass du das Treffen absagst, sondern dass du jetzt, nach einem stressigen Tag, einfach ein wenig Zeit für dich brauchst. Dasselbe gilt, wenn du von anderen Menschen etwas erwartest. Atme tief durch und schreibe dir auf: Warum empfinde ich so? Was kann ich mir selbst jetzt Gutes tun? Nehme Abstand von der Szenerie. Du kannst die andere Person nicht ändern. Solltest du auch nicht. Nimm dein Leben in die Hand (mit oder ohne die andere Person), mache etwas, das dir Spass macht, beginne dein glückliches und selbstbestimmtes Leben, jetzt.
  • Und zu guter Letzt: Arbeite an deinem Selbstwertgefühl. Nur wenn du lernst, dich selber zu mögen, mit all deinen liebenswerten Seiten und auch all deinen Macken, und dann, wenn du auch mal gerne Zeit mit dir allein verbringen magst, bist du nicht mehr so abhängig davon, dass andere dir die (fehlende) Liebe und Aufmerksamkeit schenken. Man fühlt sich freier, fröhlicher und glücklicher.

Sicher gibt es noch viele andere wertvolle Tips. Wie hast du es geschafft, dich zu lösen? Wie siehst du das Alles? Wenn du magst, kannst du mir zu diesem Thema gerne hier einen Kommentar hinterlassen.

Herzlichst

Deine Jana ☀️

Nachtrag: wenige Minuten nach Veröffentlichung dieses Beitrages hatte ich folgendem Spruch in meinem YogiTea „Wir brauchen keine Liebe, wir sind die liebe Selbst“. 💖 Was für eine glückliche Fügung ☺️

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