Wie alles begann…

Inzwischen ist über ein Monat vergangen seit meinem ersten/letzten Eintrag. Das lag nicht etwa daran, dass ich keine Lust oder keine Motivation mehr verspürte den Blog weiterzuführen, sondern daran, dass ich im März eine Panchakarma Kur (ayurvedische Reinigungskur) gemacht habe. Ich habe nicht nur gefastet um meinen Körper zu reinigen, sondern auch meinen Geist und meine Seele. Ich habe mich auf mich besinnt, auch über den Blog nachgedacht, aber so wenig Zeit wie möglich im Internet verbracht. Und somit auch keinen Blogeintrag geschrieben. Es war also der denkbar schlechteste Zeitpunkt, vor der Kur mit meinem Blog zu beginnen und dann eine so grosse Pause zu machen, aber gut, es ist wie es ist…  😉 .

Als ich mit diesem Blog angefangen habe, war meine Idee, meinen Blog so zu schreiben, dass es eine Art Leitfaden ergibt. Eine Chronologie meines Weges zum Glück. Doch als ich näher darüber nachdachte, womit ich meinen Glücksweg begonnen habe, ist mir bewusst geworden, dass es keinen klaren Anfang gibt. Es geht so vieles ineinander über und ist miteinander verwoben, dass es schwierig ist, zu sagen, was zuerst kommen sollte. Um glücklich zu sein, gibt es viele Übungen, Kurse und Anleitungen: Positives Denken, Ziele aufstellen und verfolgen, Menschen und Dinge loslassen, Manifestieren, Meditieren, etc., pp.. Diese Dinge haben alle etwas für sich.

 

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„Wenn es dich nicht mehr kümmert, was andere über dich denken, hast du die höchste Stufe der Freiheit erreicht.“ -unbekannt-

Aber meiner Meinung nach bringt es nichts, anzufangen an sich zu arbeiten und etwas in seinem Leben ändern zu wollen, wenn man ständig darüber nachdenkt, was die Anderen wohl über einen und/oder über die Sache denken werden. Die Sache ist so zum Scheitern verurteilt. Es braucht nur einer mit den Augen zu rollen, wenn ich z.B. erzähle, dass ich jetzt meditiere, dass ich SCHWUPS lieber schnell wieder damit aufhöre. Ein guter Schritt ist also, zuerst einmal zu lernen, zu sich und seiner Meinung zu stehen und nicht darauf zu schauen, was andere von dir erwarten oder vielleicht über dich denken. Das wiederum braucht eine Menge Selbstbewusstsein und Selbstliebe. Man muss lernen, Liebe, Freude und Anerkennung nicht im Aussen zu suchen, sondern sich selber glücklich zu machen. Ausserdem muss man sich erst einmal bewusst werden, wer man eigentlich genau ist und was man im Leben machen bzw. erreichen möchte. Was ist dein persönliches Glück und wie kommst du dort hin?  

Mein grösstes Problem war, und ich denke auch das Problem sehr vieler anderer Menschen ist, dass wir viel zu viel Wert darauf legen, wie wir im Aussen wirken. Deswegen soll dies auch heute mein Thema sein. Von Natur aus möchten wir dazugehören. Wir wollen es allen Recht machen. Wir wollen Aufmerksamkeit. Wir wollen Liebe. Dabei spielen unsere Glaubenssätze, die wir zum Teil schon seit der Kindheit mit uns herumtragen, eine grosse Rolle: „Wenn ich nein sage, hat meine Freundin mich nicht mehr lieb.“, „Wenn ich keine Überstunden mache, verliere ich meinen Job.“, „Wenn ich nicht das mache, was die anderen machen, werde ich ausgeschlossen.“, … Wir alle kennen das. Wir machen Dinge, weil man sie nun mal so macht. Familie, Haus, Garten, Auto, Arbeit, das gehört so. Hinzu kommt die ständige Frage „Was denkt der andere über mich?“. Eine Antwort haben wir natürlich auch gleich parat „Der findet mich bestimmt auch dumm, dick und hässlich.“. Unser Kopf, frei von Selbstliebe, macht uns so einiges vor. Es gibt immer Menschen, die uns nicht mögen, die uns hässlich oder lächerlich finden. Aber mal ganz ehrlich, wird man es solchen Menschen je Recht machen können? Mit grosser Wahrscheinlichkeit nicht. Und auch, wenn ja, möchte man sich mit solchen oberflächlichen und negativen Menschen überhaupt abgeben? Nein, nur, wenn es unbedingt sein muss.

Bei Menschen, die einem nicht so wichtig sind, oder die man gar nicht kennt, kann man sehr gut üben, seine Grenzen aufzuzeigen und nein zu sagen. Schwieriger ist es da schon mit Menschen, zu denen man eine engere Beziehung hat: Der Partner, die Kinder, die Eltern, der Chef,… Hier braucht es noch mehr Fingerspitzengefühl, manchmal halt auch lieber Kompromisse als mit dem Kopf durch die Wand. Mir persönlich fiel es hier besonders schwer und es hat sehr, sehr lange gedauert, bis ich meine Bedürfnisse wahrgenommen und mutig durchgesetzt habe. Immer mit der Angst im Nacken, ich könnte egoistisch werden und es mir mit den Menschen, die mir wichtig sind, verscherzen. Dem ist aber nicht so, das habe ich schnell gemerkt. Für viele Menschen ist es gar nicht so schlimm, wenn man seine Grenzen aufzeigt, seine Werte vertritt und seinen Weg geht. Im Gegenteil, sie wertschätzen einen nun auch viel mehr oder wollen sogar Näheres darüber wissen, wie du das machst. Denn auch Ihnen ist nicht entgangen, wie du mehr und mehr strahlst und immer mehr mit dir selber im Reinen bist.

Andere Personen brauchen eine Weile um sich an deinen neuen Wesenszug zu gewöhnen und zu akzeptieren und wieder andere werden nicht damit klar kommen, dass du nicht mehr nach ihrer Pfeife tanzt. Einige Menschen scheiden vielleicht aus deinem Leben, aber dafür kommen viele tolle neue Menschen in dein Leben. Menschen, die dich so lieben wie du bist, und die deine ehrliche, direkte und selbstliebende Art schätzen. Und mit solchen Leuten an deiner Seite deinen Weg ins Glück zu beschreiten ist doch das Beste, das dir passieren kann, oder?

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